Stellmacherwerkstatt
Die Entwicklung des Stellmacherhandwerks im Gabrovo Gebiet hing mit dem wirtschaftlichem Aufschwung in diesem Region wahrend der bulgarischen Wiedergeburt zusammen. Ende des 18. Jahrhunderts wurden Fuhrwerke, vor denen nur Buffel gespannt wurden, als Transportmittel benutzt. Ende des XIX und Anfang des XX Jahrhunderts wurden zum erstemal Pferdewagen mit Eisenachsen und Schienen benutzt. Der Meister besitzt zugleich die Fertigkeiten eines Schmiedes, eines Drechslers und eines Tischlers, weil die Herstellung des Fuhrwerks alle diese Handwerke kombiniert.


    Etara ist eine verkleinerte Variante des damaligen Gabrowo. Aus diesem Grund treffen im Museum das aus Bohlen gebaute Haus des von irgendwoher eingezogenen Bulgaren mit dem kokett über der Strasse hinausragenden zweistöckigen Haus des bereits zu Wohlstand gelangten Gabrowoers aufeinander.
    Die Geschäftsstrasse zeigt 16 Muster der Balkan-Architektur, die vom einzigartigen Talent der Baumeister aus der Zeit der bulgarischen Wiedergeburt zeugen. Die Häuser gehen dirket auf die Starsse, damit die im unteren Stockwerk liegenden Werkstätten dem Kunden möglichst nahe liegen. Vergangenheitsgetreu produzieren und verkaufen die Handwerker in Etara ihre Erzeugnisse selbst. So haben die BesucherInnen die Gelegenheit, die alten Produktionsverfahren und Originalwerkzeug zu erleben, sich mit dem Handwerker zu unterhalten und als Erinnerung ein handgearbeitetes Produkt aus Metall, Leder, Ton, Holz, Wolle usw. mitzunehmen.