Besatzbandweberei



Die Fotos zeigen das Produktionsverfahren der Besatzbandweberei.

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      Grösste Anwendung findet das Wasser als Anriebskraft in der Produktion von Besatzbändern, genauer in deren Weberei.
      Der Anfang der mechanischen Besatzbandweberei geht auf die ersten Jaherzehnte des 19. Jahrhunderts zurück, als die erste bulgarische Maschine - "Tschark" /Zahnradmechanismus/ - entstand. Zu dieser Zeit bauten viele Gabrowoer Schmiede ihre Werstätten zur Probuktion von "Tscharks" um, die sie dann in Zentren der Besatzbandweberei wie Karlowo, Kalofer, Sopot u.a. verkauften. Die Besatzbandweberei in Gabrowo und Umgebung began in den 30-er Jahren des 19. Jahrhunderts und wurde ab den 60-er Jahren eines der bestentwickelten Handwerke. Die Anzahl der "Tscharks" erreichte 700-800 und die Produktion - 1,5 Millionen Strähnen.
      Zu dieser intensiven Entwicklung trug in bedeutendem Masse das Wasser als Antriebskraft in der Weberei bei. Grundvoraussetzung dafür waren sowohl die Tradition als auch das Vorhandensein von vielen und mannigfaltigen wasserangetriebenen Anlagen.
      Die "Tscharks" zur Besatzbandweberei wurden in einem speziellen Gebäude untergebracht. Das Gebäude hatte zwei Stockwerke und grenzte direkt an einen Wassergraben. Das obere Stockwerk war ein normaler Raum und unter dem aus Brettern bestehenden Fussboden lagen die Getriebe der "Tscharks". Die Anzahl der in der Werkstatt stehenden Mechanismen war unterschiedlich je nach Grösse der Werkstatt und Wasserpotential. Am populärsten waren Werkstatten mit 10-12 bis 15-20 "Tscharks".
      Die Besatzbandwebereien wurden ausserhalb der bewohnten Orte an günstigen, direkt an Wassergräben liegenden Orten gebaut. Gewönlich lagen sie in Gruppen (3-10 aneinander), um das Wasser eines Grabens am effektivsten zu nutzen. Manchmal standen in einer Reihe nicht nur Besatzbandwebereien, sondern auch Wasser- und Walkmühlen etc.
      Wegen der grossen Nachfrage begannen die Besatzbandwebereien ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts tags und nachts zu arbeiten. Um auch das ganze Jahr über im Betrieb zu bleiben, wurden immer mehr Webereien oben im Berg, nahe der Flussquellen von Jantra, Siwek, Strazhka und Kosjastiza gebaut, da das Wasser im Winter dort nicht gefror. Gerade in diesen Gebieten blieben die Besatzbandwebereien am lansten erhalten - bis 1947-1948.